Logbuch

 

08.06.2011       Emden

 

So unsere Vorbereitungen sind fast beendet und wir warten auf ein passendes Wetterfenster. Unsere Bekannten, von der RANA sind schon am 04.06.2011 ausgelaufen und waren am 06.06.2011 schon in der Strasse von Dover. Wir wünschen ihnen eine gute und glückliche Reise und hoffen sie im Mitteelmeer wieder zu sehen.

Heute regnet es den ganzen Tag schon, so das man nicht vor die Tür kann, wo ich noch ein paar kleine Restarbeiten erledigen muss. Ansonsten haben wir alles erledigt und hoffen das alles Optimal ist,das werden wir aber erst auf der Reise sehen.

 

11.06.2011              Emden

 

Jetzt sind wir startklar aber die Wettergötter Neptun, Poseidon und wie sie alle heissen, sind der Meinung wir sollen noch ein wenig hierbleiben. Bis Freitag SW liche Winde, das heisst genau gegenan, was bedeutet  3 bis 4 facher Weg also auch mehr Arbeit und mehr Verschleiss. Dann wollen wir uns mal in Geduld üben und schauen wann die Wettergötter uns hold sind.

Wilma hat heute schon mal Brot backen geübt ( was ihr auch gelungen ist ) um ihre Nervosität zu beruhigen.

 

03.07.2011                Delfzijl  NL

 

28.06.2011 ist unser Tag, wir werfen die Leinen los. Um 08:00. Erst sollten wir noch warten bis wir in die Große Seeschleuse können dann kam aber doch noch ein großes Seeschiff, so das wir doch noch rechtzeitig zur Tide schleusen konnten. Die Manöver klappten und wir waren Happy. Wir hatten die Zeit so gewählt, dass wir auf jeden Fall zum Tidensprung am Borkumriff sein konnten. Der Wind kam aus SO mit 3 Bft also genau von hinten, so setzten wir nur die Genua mit Motorunterstützung, damit wir auch keine Zeit verlieren. Hinter der Knock lief die Tide dann mit uns und wir wollten auch das Gross setzen und gingen in den Wind und da geschah es, wir hatten keinen Ruderdruck mehr und das Stb. Ruderblatt verklemmte. Also was tun ?  Alles wieder runter und entschieden nach Delfzijl zurück zu laufen. Das Ruderblatt kam nach einer gewissen Zeit wieder frei und wir konnten ganz relaxt nach Delfzijl reinfahren und festmachen. Der Schreck war ganz schön gross bei uns aber alles wendete sich zum Guten. Ich hatte nur vergessen das Hydrauliköl zu kontrolieren, davon fehlte ein 1/4 Liter das kostet uns jetzt ganz schön Zeit und die Beschaffung war auch nicht einfach. Ich dachte ich hätte an alles gedacht aber der Teufel steckt im Detail, denn wir müssen jetzt eine kleine Zwangs Pause nehmen, denn am 29.06. hat der Wind auf NW gedreht mit 6-7 Windstärken wollen wir nicht gegen Wind und Welle fahren.

Am Dienstag den 04.07.2011 kommt der Wind wieder aus der richtigen Richtung und ist moderat dann geht es weiter.

 

16.07.2011                  Delfzijl  NL

 

Viele fragen sich wo wir sind. Wir sind immer noch in Delfzijl. Die Ems will uns einfach nicht loslassen. Zur Zeit haben wir hier Starkwind, in der SW Nordsee, 9-10 Bft und das aus W bis SW. Also stehen wir auf Warteposition, bis die Front durchgezogen ist.

An und für sich ist es ja sehr nett hier, es ist eine gepflegte Marina mit W Lan, was wir auch reichlich nutzen, und auch sonst alles was man so brraucht. Bis zum Ort sind es  nur ein Paar Meter mit allen Einkaufsmöglichkeiten.

Am Dienstag den 12.07.2011 ist uns das Herz bald in die Hose gerutscht. Am Nachmittag kam ein Containerschiff, direkt neben uns und machte fest. Beim reinfahren waren teilweise nur 3 Meter Platz zwischen uns, da wurden Erinnerungen wach, von vor 3 Jahren, wo wir die Haverie mit dem Eisbrecher " STETTIN " hatten. Seitdem der Frachter hier neben uns liegt, haben wir auch keine ruhige Nacht mehr, denn die Agregate laufen ununterbrochen aber leider können wir noch nicht flüchten, vielleicht am Dienstag, wenn die Wetterprognose bestehen bleibt, dann soll sich der Wind auf 4-5 Bft einpendeln, zwar auch aus  W-SW, also gegenan, aber dann wollen wir los, damit es endlich weitergeht, sonst werden wir hier noch eingebürgert, der Hafenmeister hat uns schon freundlich mitgeteilt, das wir bis zum 1.11. hier liegen können, dann geht die Marina in den Winterschlaf.  

 

          

                                    Blick vom Kai                                                                                                                         Blick von der Brücke, bei Open Ship

 

Zur Übergabe des Containerschiffes, war Open Ship was wir natürlich auch genutzt haben. Dabei ist auch das Foto von unserer DUO entstanden, von der Brücke aufgenommen

 

 

04.08.2011                  Den Helder  NL

 

Jetzt sind wir wirklich los.

Am 02.08.2011  um 14:oo Uhr haben wir auf Borkum die Leinen gelöst und sind aufgebrochen. Zum Abschied haben uns noch Robben nachgeschaut und uns eine gute Reise gewünscht, so konnte man es deuten. Doch so ganz wollte die Ems uns doch nicht loslassen. Zwischen Tonne 10 und 8 rammte uns ein UFO, so sah es jedenfalls aus, es war eine gelbe Plastikkuppel ca. 1 Meter im Durchmesser und mit einer ca 1 Meter langen Antenne kam auf uns zugeschossen und traf uns Mittschiffs. Nachdem wir uns von ihm befreit hatten endschwand es, mit einem Affenzahn, ich schätzte so um die 10 Knoten. Uns und der DUO ist zum Glück nichts passiert, im nachhinein nur ein wenig Farbe ab. Ansonsten hatten wir optimale Bedingungen, Wind aus SO mit Stärke 4 Bft und blieb auch aus dem Qudranten bis Den Helder, nur die Stärke schwankte zwischen 3 und 6. Wegen der ersten Nachtfahrt, seit langem, wahren wir beide schon etwas nervös aber das ging besser als wir gedacht hatten, auch die Nässe und Temperaturen waren zu ertragen. Nach 3 Jahren ohne zu Segeln  war doch alles ungewohnt aber wieder schön. An und für sich wollten wir bis zum Englischen Chanel durchsegeln aber ich endschied mich nach Den Helder zu gehen um alles sacken zu lassen und etwas aus zu ruhen.

Der Ort selber ist nicht besonders hat aber sehr gute Einkaufsmöglichkeiten. Vielleicht noch zu erwähnen das hier unglaublich viele Kriegsschiffe liegen. Eventuell werden wir noch die Insel Texel besuchen, bevor wir weiter fahren.

Für die Statistiker, wir haben in 21 Std. 106 NM zurückgelegt.

 

 

 

 

27.12.2011

 

Sorry, seid dem 4. August ist eine lange Zeit aber es ist viel Passiert und wir sind immer noch in Den Helder. Wilma ist erkrankt und sie war insgesamt 5 Wochen im Krankenhaus, davon 2 Wochen in Deutschland,  und sie ist immer noch nicht wieder ganz hergestellt. Wilma´s erkrankung überschattet die gesamte Liegezeit hier, so das auch nicht viele Aktivitäten möglich sind.

 

 

10.08.2012

 

Wir sind immer noch in Den Helder. Wilma ist immer noch nicht wieder richtig hergestellt aber wir wollten es doch gestern, am 09.08.2012, versuchen. Alles passte doch ich hatte mir am Dienstag, beim Boot klar machen meine rechte Rippe gedrückt, jetzt habe ich schmerzen ohne Ende und kommen immer noch nicht weg. Den Helder will uns einfach nicht los lassen. Wer weiss ob wir dieses Jahr noch mal so ein Wetterfenster bekommen und wir nicht noch einen Winter hier verbringen müssen. Tut uns leid euch keine besseren Nachrichten geben zu können aber so ist es nun mal.

Akzuell sind wir auch auf Facebook vertreten, da sind auch schneller Neuigkeiten zu sehen, da ich dort jeden Tag reinschaue. Ihr findet uns unter  www.Facebook.de/WalterKretzschmar.

 

 

 

Marineschule     Wilma am Steg

                                 Marineschule  Den Helder                                                                              Wilma am Steg

 

     

 

                                        Sonnenaufgang                                                                  La Medianoche und wir

 

10.05.2015

 

Wir haben jetzt fast 2 ½  Jahre nichts von uns hören lassen. Es ist viel passiert und wiederum auch nicht.

Am 17.07.2013 haben wir Den Helder/ Willemsoord verlassen und sind 37 Nm nach Ijmuiden gesegelt. Es machte sich bemerkbar das wir sehr lange die DUO nicht bewegt hatten, der ganze schmodder musste erstmal wieder abgefahren werden. 13:30 lösten wir die Leinen und um 20:45 waren wir im Aussenhafen von Ijmuiden fest. Ich war ganz schön überrascht das im Hafen ganz schön Strom stand. In Ijmuiden haben wir nichts unternommen es war ein reiner Übernachtungshafen.

Das Segeln nach so langer Zeit hat uns beiden richtig gut getan. Zumal es auch Wilma ihr Geburtstag war und wir Kaiserwetter hatten.

 

 

 

                     

 

            Aussenhafen Ijmuiden                                                                          Scheveningen

 

 

Am 18.07.2013 haben wir um 12:30 losgemacht und sind 26 Nm nach Scheveningen gesegelt wo wir um 17:00 Uhr fest waren. Den Tag hatten wir zwar wieder Sonnenschein aber 5-6 Bft und eine fiese Welle. Als wir in Scheveningen einliefen hatte ich erst die Befürchtung in der Marina keinen Platz zu bekommen aber der Hafenmeister war Perfekt im Stapeln. Wir lagen als drittes Boot an der Kopfseite, was Wilma sehr freute, weil sie über 2 große Motorboote krabbeln musste um an Land zu kommen. Scheveningen hat uns gut gefallen so das wir3 Tage geblieben sind. 2 Supermärkte waren in unmittelbarer nähe, so das wir unsauch mit frischen Lebensmitteln verproviantieren konnten und die Promenade war riesig und sehr gepflegt, es war nicht so hässlich wie es von See aussah. Leider machte Wilma ihre Hüfte Probleme so das wir nicht all zu lange bleiben konnten.

 

Am 21.07.2013 sind wir wieder aus Scheveningen ausgelaufen. Leider hatten wir nur wenig Wind der dann am Vtg von Rotterdam ganz einschlief. Wir hatten am Vtg keine Probleme nur 3 Schiffe waren da denen wir noch nicht mal ausweichen mussten. Eigentlich wollten wir die Nacht durchsegeln aber der Wind tat uns nicht den gefallen, so das wir uns entschlossen nach Stellendam zu fahren. Auf Google sah es so aus, als wenn vor der Schleuse eine Marina wäre, war aber nicht. Am Wartesteiger waren einige kleine Boote auf die ich mich drauflegen konnte, so sind wir wieder vor den Hafen gefahren und haben geankert. Man war das schön. Mittlerweile war es auch schon 23:00 Uhr geworden und schon Dunkel.

Am 22.07.2013 haben wir schön ausgeschlafen und die Atmosphäre vom Watt und den Dünen genossen und sind dann gegen Mittag durch die Schleuse zur Marina Stellendam gefahren. Es war eine schöne gepflegte Marina mit Doppelboxen und wir hatten keine Probleme einen Platz zu bekommen. Tolle Sanitäre  Anlage mit Wachmaschine und Trockner  und sehr geräumige Duschen. Der Weg zum nächsten Supermarkt war etwas weit, ca. 4 Kilometer aber mit einem sehr guten Sortiment.  Hier in Stellendam blieben wir 3 Tage auch weil wir nur das normale Liegegeld bezahlen brauchten also kein Kat Zuschlag.

 

Am 25.07.2013 verholten wir uns 4 Nm weiter an eine Boje im Haringsvliet. War das eine Idylle . Hinter uns eine kleine Insel und vor uns nur Grün. Keine Strasse kein Autolärm und kein eiliges treiben anderer Hafenlieger . Nur Ruhe und Natur. Hier blieben wir auch wieder 3 Tage wobei ich am zweiten Tag etwas Nervös war denn wir hatten ein Gewitter mit 8 Bft und ich war in Sorge ob die Boje hält. Nach 2 Stunden war der Spuk vorbei und alles bestens.

 

Am 27.07.2013 verholten wir uns 6 Nm nach Willemstadt. Ein Nachbarlieger, in Stellendam, schwärmte so von diesem Ort da war Wilma so was von begeistert das sie da unbedingt hin wollte. In Stellendam hatten wir vom Hafenmeister 2 wunderbare Broschüren über Zeeland bekommen wo auch allle Marina’s verzeichnet waren, so konnte ich in Willemstadt anrufen ob sie einen Platz für uns hätten. ( Die alter Marina ) Sie hatten. Vormittags war es etwas Diesig und gegen Mittag kam die Sonne, die uns die nächsten 2 Wochen nicht verlassen sollte. Der Hafenmeister kam mit seinem Boot und brachte uns zu dem angedachten Platz. Es war zwar alles sehr eng, eben nicht für unsere Größe ausgelegt es klappte aber alles bestens. Nachdem dem wir Fest waren, das Hafengeld bezahlt hatten hielt uns nichts mehr und wir eilten an Land. Es war wirklich sehr schön. Die Wallanlage, die Obligatorische Windmühle eine sehr alte Kirche und viele schöne kleine alte Häuser. Wir liefen dann noch auf eine Rundkirche zu als das Schicksal zuschlug. Wilma konnte nur noch unter sehr starken Schmerzen laufen und musste sich bei der Rundkirche ausruhen, es ging nicht mehr. Wir gingen dann nach einer weile langsam und aufgestützt zur Duo zurück, wo Wilma kaum aufs Boot kam. Diese Attacke hielt uns 5 Tage in Willemstadt fest, bis es wieder einigermaßen ging und Wilma nicht von Bord kam. Das war das erste mal das sie so starke Schmerzen hatte.

 

   

 

                Liegeplatz in Willemstadt                                                                   Wilma versucht ein Lächeln

 

Am 01.08.2013 verliessen wir Willemstadt ohne das Wilma viel von dem Ort gesehen hatte Richtung Volkeraksluis und Kramersluis. Ich reite mich natürlich bei den anderen Sportbooten ein bis ich die große Anzeige an der Brücke sah. Erstmal Schreck Durchfahrhöhe 18,30 Meter. Das Passte nicht. Erstmal am Warteschlengel festgemacht dort sah ich dann einen Sprechkasten und habe mit dem Schleusenmeister gesprochen. Alles kein Problem wir konnten durch die große Schleuse, wo die Brücke hochklappte, es dauerte nur etwas länger. Von Dort ging es weiter zur Kramer Schleuse, die wir an diesem Tag nicht mehr passierten, sonder eine Nm davor vor Anker gingen und eine Herrlich Nacht verbrachten mit einem sehr Romantischen Sonnenuntergang.

 

 

 

Am 02.08.gingen wir gegen 10 Uhr durch die große Kramersluis nach Bruinisse. Hier bekamen wir gleich einen vorgeschmack vom Grevelingenmeer. Vor der Schleuse waren so viele Boote das wir trockenen Fusses in Bruinisse hätten an Land gehen können. In der Schleuse wurden wir dann von Schleusenmeister sehr freundlich begrüsst und er uns auch einen sehr schönen Urlaub wünschte, fanden wir sehr aufmerksam. Als wir aus der Schleuse waren und nach einem kurzen Stück freie Sicht auf das Grevelingenmeer bekamen war Wilma hin und weg. Sie war so was von begeistert, wie ich es selten erlebt habe. Wir sahen auf der Bb Seite eine riesige Moderne Marina, auf der Stb Seite 2 schöne kleine Inseln mit ca 30 bis 35 Ankerlieger davor und das Meer war Weiß von vielen, vielen Segel. Ich brauchte gar nicht nach einen geeigneten Ankerplatz suchen das war der Platz an dem Wilma unbedingt bleiben wollte. Da gab das gar keine Diskussion. Wir fande schnell einen geeigneten Platz, der Anker war schnell eingefahren und wir erlebten einen Wunderschönen Nachmittag und konnten uns an dem treiben gar nicht Satt sehen. Gegen 17 Uhr begann der Ankerplatz sich zu leeren und es blieben insgesamt nur 5 Boote, mit uns übrig. Wir hatten 2 wunderschöne Tage bis der Ärger begann. Wir wollten ja nun auch mal an Land und Bruinisse erkunden doch daraus wurde so schnell nichts, unser Aussenborder war Defekt du lies sich auch, nach stundenlangem Werkeln nicht mehr zum Leben erwecken. Der Tag war gelaufen. Am nächsten Morgen musste ich dann feststellen das unser Bordstrom bis auf 10,5 Volt runter war, trotz Solar und Windgenerator. Da gab es nur eins Anker hoch und ab in die  Marina die uns gegen über lag. Die Marina war wirklich schön. Modern Sauber und gepflegt und dann auch noch zu einem Moderaten Preis, für unsere Größe.Daran konnte wir uns aber erstmal nicht daran erfreuen, bei den Problemen die wir hatten. Wir hatten aber Glück. Auf dem Gelände war ein sehr gut ausgerüsteter Bootsshop, der uns weiter half. Nachdem ich von dort einen Batterietester geliehen bekam musste ich feststellen das 2 große Akkus und eine Starter Batterie Platt waren, aber so was von Platt das uns nichts anderes übrig blieb als 3 neue Akkus zu bestellen, da die von uns benötigte Größe nicht vorhanden waren. Es hiss jetzt warten, bis unsere Sachen geliefert wurden. Schon beim ersten Besuch ,vom Shop, fiel mir ein Ab auf, der sehr weit runtergesetzt war. Da unser alter nicht mehr zu Reparieren war, er hatte ja auch schon 15 Jahre auf dem Buckel, rechneten wir hin und her und kauften diesen auch noch. Die Zeit des Wartens überbrückten wir in dem wir uns Bruinisse ansahen, gefiel uns nicht wirklich und zum Strand zu gehen zum Baden und Sonnen. Der Strand war toll. Wenig Leute es ging flach ins Wasser so das wir nicht gleich einen Kälteschock bekamen. Nachdem  unsere Sachen da und verbaut waren wollten wir wieder auf den schönen Ankerplatz. Wir hatten ungefähr die hälfte geschafft da fiel  de Bb Motor aus. Wir sind dann mit dem verbleibenden  Motor zum Ankerplatz und ich begab mich auf Fehler suche. Kraftstoff hatten wir genug, die Filter waren sauber und die Leitungen frei. Es konnte nur etwas Elektronisches sein da kam ich nicht weiter. Handbuch rausgeholt und geschaut wo die nächste Vertretung war. Die war gar nicht soweit weg, Den Osse. Neben der Werft war auch gleich eine Marina, Toll, da hab ich gleich angerufen ob die einen Platz für unsere Größe frei haben, hatten sie hab ich mich gleich für den nächsten Tag angemeldet. Mittlerweile war Kaffeezeit also setzten wir uns auf unsere Terrasse tranken Kaffee und ich schaute noch mal in den Wetterbericht, für den nächsten Tag waren 5 bis 6 Bft angesagt und nur mit einer Maschine das wollte ich nicht also machten wir uns gleich auf den Weg. Waren ja nur 15 Nm. Klappte auch alles ganz gut nur mit dem Anlegen hatte ich Probleme, hatte vorher nie den Radeffekt ausprobiert und das Rächte sich jetzt. Nach einigen Schwierigkeiten und mit Hilfe von Land klappte es dann aber doch. Jetzt dachten wir das gleich am nächsten Tag jemand nach unserem Motor schauen würde, das war ein Samstag und Saison abeAr Pustekuchen wir mussten uns bis Montag gedulden. Am Montag stellte sich dann heraus das die Steuereinheit defekt war. Nur das Steuerteil schlug mit 700.—Euro zu buche, ich war begeistert. Am Abend machte ich den Fehler und schaute im Internet nach was dieses Teil in Deutschland kosten würde und meine Laune war gleich noch mehr im Keller. In Deutschland hätte das Teil beim Händler 160.—Euro gekostet. Da sind wir ganz schön über den Leisten gezogen  worden.

 

    

                          Arbeiten am Mast                                                                       Liegeplatz Den Osse  

 

Wenn man jetzt denkt schlimmer kann es nicht kommen es kam schlimmer. Seit ein paar Tagen hatte ich Brustschmerzen und mir war klar das kam vom Herz. Bei jeder kleinen Anstrengung wurde es immer schlimmer. 2010 hatte ich einen Herzinfarkt und mir wurde eingetrichtert hast Brustschmerzen ab ins Krankenhaus. Wir erkundigten uns wo das nächste Krankenhaus mit einer Kardiologie war, es gab eins in Goes. Wir hatten in der der Zwischenzeit, wo wir hier waren, neue Freunde kennengelernt, Claudia und Edwin, die waren so nett und haben uns mit ihrem Auto zur Klinik gefahren, wo ich Stationär aufgenommen wurde. Es wurde Angina Pectoris festgestellt und mir noch ein zusätzliches Medikament verordnet jetzt sollte es besser werden. Nach 14 Tagen hatte ich noch keine Linderung und ich setzte das Medikament wieder ab. Mittlerweile war uns die Zeit davon gelaufen und ich musste entscheiden was wir machen sollten. Mit den Herzschmerzen weiter zu Segeln war mir zu riskant. Kanal und Biskaya das war mir ein zu großes Risiko also hier Überwintern. Mit viel Überredungskunst konnten wir in Den Osse bleiben. Der Preis war OK und eine Bushaltestelle war nur 200 Meter entfernt, denn in dem Ort gab es nichts außer im Ressort ein kleiner Supermarkt mit sehr überhöhten Preisen. Später mussten wir feststellen das die Busverbindung nur 3 Monate im Jahr Existierte. Juli, August und September nächste Busstation 4 Kilometer entfernt. Derbe. Na ja mit dem Fahrrad musste das gehen. Die erste Zeit klappte das auch doch mein Gesundheitszustand verschlechterte sich und dann ging auch das nicht mehr. Im Februar 2014 bekam ich das richtig mit der Angst und beschloss nach Emden, in Deutschland zu fahren. Wir hatten Glück und konnten sehr günstig einen Mietwagen buchen doch die Station war in Rotterdam mit Öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin war eine Tagesreise aber wir hatten noch mal Glück, ein Facebook Freund brachte uns mit seinem Auto nach Rotterdam, was uns eine sehr große Hilfe war. An dieser stelle noch mal danke Dirk. 8 Tage war ich in Emden im Krankenhaus. Dort wurde festgestellt das meine Herzschmerzen von der Schilddrüse verursacht werden, neues zusätzliches Medikament und alles wird gut. Toll hat sich der Aufwand ja gelohnt. Als wir wieder in Holland an Bord waren ging mir es die ersten Tage auch besser doch nach 4 oder 5 Wochen wurde es schlimmer als zuvor. Am 2 Mai war es dann soweit Morgens um 3 wurden die Schmerzen so stark, das es mich nicht mehr in der Koje hielt, ich ging nach oben in den Salon legte mich dort auf das Sofa, in einer Position, die mir am wenigsten weh tat. 07:30 Uhr rief Wilma die 112 die mich dann mit Musik nach Goes ins Krankenhaus fuhr. Nach etlichen Spritzen und Tests stellten sie fest das sie mir dort nicht Helfen konnten. Wieder in den Krankenwagen und mit Disco sowie einen verhinderten Michael Schuhmacher nach Terneuzen. Aus dem Krankenwagen zum OP war Olympiareif. 3 Stands hat man mir verpasst und Abends dann wieder nach Goes verlegt wo ich noch eine Woche bleiben durfte. Toi Toi Toi bis heute 16.05.2015 geht es mir gut.

Ansonsten war der Winter in Den Osse wie in einem Sanatorium. Kein Stress nur Ruhe und Natur. Ab und zu brachten uns Freunde Sachen aus Deutschland mit die wir hier in Holland nicht bekommen konnten, gingen öfter Spazieren und erfreuten uns an den Segelbooten die den ganzen Winter auf dem Grevelingenmeer beim Segeln waren. Beim Grevelingen Cup waren teilweise über Hundert Boote am Regattieren.