Urlaub 2006

 

Sonntag 30.07.2006

Um 09:15 Leinen los. Leider kaum Wind, daher sind wir motort bis Höhe Eckernförder Bucht, dort haben wir dann aber noch mal für 1 Stunde Segel gesetzt, bis der Wind dann aber wieder einschlief. Walter wollte nicht vor Damp dümpeln, also wurden die Motoren wieder gestartet und um 16:00waren wir auf unserem Ankerplatzfest, gegenüber Maasholm, in einer kleinen idyllischen Bucht. Während der Fahrt. Während der Fahrt hierher hat Walter zum Glück bemerkt, dass sich Mutter vom Baumhalter losgearbeitet hatte, die Mutter hat er gerade noch ins Wasser plumpsen gesehen. Bevor wir weitersegeln muss das erstmal wieder befestigt werden. In dieser Nacht hatten wir ein schweres Gewitter mit Sturmböen, aber unser Anker hat gehalten, den Rest der Nacht haben wir ruhig geschlafen.

 

Montag 31.07.2006

Heute ist wieder schönes Wetter, genauso Sonnig wie gestern. Wir wollen versuchen auf der Werft in Maasholm eine Mutter zu bekommen, Zwecks Reparatur des Baumhalters. Von unserem Ankerplatz aus sind wir dann um 13:oo Uhr mit dem Schlauchboot rüber gefahren. Den Außenborder musste Walter vorher noch Reparieren. Das Benzingemisch kam nicht am Motor an, was bedeutete, das in der Leitung ein Leck sein musste. Mein Bärchen hat den Fehler auch sehr schnell gefunden und den Schaden behoben ( nach kurzem Überlegen bei Kaffee und einer Zigarette ). Auf der Werft haben wir eine Mutter bekommen und sind dann noch 1 Stunde durch Maasholm gebummelt. Am Hafen haben wir ein Fischbrötchen gegessen ( sehr Lecker ) und sind dann an vielen kleinen Reetdach Fachwerkhäusern vorbei wieder zu unserem Schlauchboot geschlendert. Kurz nach 15:oo Uhr waren wir wieder auf der Duo und ich hebe erstmal Kaffee gekocht, danach haben wir beide ein bisschen gelesen. Nach dem Abendessen sind wir mit dem Schlauchboot ans Ufer gefahren und sind dort 1 Sunde spazieren gegangen, vorbei an Kornfeldern mit Blick auf die Schlei, unsere Duo konnten wir auch vom Land aus bewundern. Zurück sind wir gerudert, weil wir noch ein wenig Fitnis machen wollten und wir hatten spaß daran. Nach einem Sundowner bei Kerzenlicht sind wir um 23:oo Uhr schlafen gegangen.

 

Dienstag 01.08.2006

Heute morgen schien schon die Sonne als wir um 07:30 Uhr aufgestanden sind, aber es blies ein kräftiger Wind mit Stärke 6 ( in Böen 7-8 ) so dass sogar in dieser kleinen Bucht Schaumkronen auf den Wellen waren. Wir haben daher beschlossen noch einen Tag hier liegen zu bleiben. Ich habe mich im Cockpit in die Sonne gelegt und relaxt. Walter hat im Salon gelesen. Gegen Nachmittag legte der Wind noch zu und Walter war beunruhigt, weil er nicht wusste ob der Anker hält, was er aber problemlos tat. Wir haben unseren Wassersack vorgekramt, gefüllt und in die Sonne gelegt. Gegen 17:oo Uhr war das Wasser so warm, dass wir damit meine Haare waschen konnten, feine Sache. Heute hatten wir kein Grillfleisch mehr, wie die Tage zuvor und haben dann Kartoffelpüree mit Rinderrouladen gegessen. Hat auch geschmeckt und wir sind Satt geworden. Den Tag haben wir wieder mit Sundowner bei Kerzenlicht ausklingen lassen.

 

Mittwoch 02.08.2006

Heute morgen scheint die Sonne aber der Wind bläst noch zu stark und böig, deshalb haben wir uns entschlossen noch einen weiteren Tag in dieser Bucht zu verbringen. Walter hat die Pfänder geputzt  ( mit Spezialreiniger ) sie sind wieder fast wie neu geworden, ansonsten haben wir gelesen und gefaulenzt. Gegen Nachmittag hat Walter noch die Schrauben ( von den Motoren ) gereinigt, dazu musste er in die Maschinenräume klettern um von dort aus die Muscheln und den Bewuchs abkratzen zu können. Er will eine Vorrichtung bauen, damit die Motoren aus dem Wasser kommen, wenn wir nicht fahren. Heute Abend haben wir Schaschlik und Kartoffelpüree gegessen, dazu hatte ich noch ein wenig Gurkensalat gemacht. Nach Kniffelspiel und Sundowner am Abend sind wir gegen 23:oo Uhr sind wir schlafen gegangen.

 

Donnerstag 03.08.2006

Heute morgen haben wir um 09:30 Uhr den Anker eingeholt und uns auf den Weg nach Sonderburg gemacht. Um 10:oo Uhr waren wir am Leuchtturm Schleimünde, kurz danach hat Walter die Segel gesetzt. Wir haben 3 Windstärken aus Südwest. Es ist diesig und der Wind wird immer schwächer, deshalb haben wir um 12:30 Uhr die Motoren angemacht, das Großsegel haben wir stehen lassen. Um 13:oo Uhr konnten wir das Vorsegel wieder setzen, die Motoren stoppen und Kurs auf Sonderburg anlegen. Wir machen bei Sonnenschein 3,8 Knoten und sind um 15:40 Uhr im Hafen Sonderburg, aber dort wo wir festmachen wollten liegt schon die Königliche Yacht der Dänen und ansonsten ist der Stadthafen übervoll wir müssen also auf einen Liegeplatz hinter der Brücke ausweichen. Um 16:05 Uhr öffnet die Bücke, um 16:20 Uhr sind wir fest. Walter hat ein Super Anlegemanöver gefahren. 10 Minuten später ziehe wir uns um und gehen durch Sonderburg bummeln. Es hat sich einiges verändert seit wir vor 4 Jahren das letzte mal mit der „ Shogun “ hier waren. Die Promenade am Stadthafen ist wunderschön geworden, hat aber auch mindestens 3 Liegeplätze gekostet, die jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen. Beinahe hätte ich wieder ein Windlicht gekauft nachdem wir Geld bei einer Bank eingewechselt hatten.. Für 120.—Euro haben wir 860,-- DK Kronen bekommen. Wir haben dann in einem Supermarkt gemischtes Hack gekauft und Walter hat uns ein leckere Hacksoße mit Spagetti zubereitet. Der Hafenmeister kam am Kai kassieren, aber uns hat er nicht beachtet, auch  am nächsten Morgen nicht.

 

Freitag 04.08.2006

Heute morgen habe ich vom Bäcker in Sonderburg Brötchen geholt, nachdem wir gemütlich gefrühstückt hatten, haben wir um 10:05 Uhr die Leinen losgemacht und auch gleich das Großsegel gesetzt dann sind wir nur mit dem Groß den Alssund rauf gefahren, 3 – 4 Knoten bei herrlichem Sonnenschein. Wir die fahrt genossen. Am Alsfjord mussten wir leider die Motoren mit zur Unterstützung nehmen, weil der Wind wieder mal einschlief. Um 14:30 sind wir durch die Enge in die Dywik gefahren, unsere bedenken wir wären zu breit waren zum Glück unbegründet, denn wir mögen beide sehr gerne in dieser kleinen Bucht Ankern. Um 15:oo Uhr hatten wir den Anker fest und sind um 16:oo Uhr mit unserem Beiboot  an Land gefahren. In dem kleinen Kiosk haben wir uns ein Eis gekauft und Brötchen für den nächsten Morgen bestellt. Dann sind wir zu dem Bootsausrüster in Holm, den nächsten Ort ca. 1 Km vom Hafen entfernt, gelaufen. Wir wollten uns dort eine etwas größere Gastlandflagge kaufen, weil unsere Dänische Gastlandflagge  für unseren Cat zu klein wirkt ( sieht aus wie ein Topflappen ), der Laden hatte aber keine größere vorrätig und so sind wir unverrichteter Dinge wieder zurückgewandert, aber es war ein schöner Weg. Zurück an Bord habe ich uns einen Obstsalat gemacht. Um 17:30 Uhr sind wir mit Badezeug und Handtüchern ans Ufer gefahren und haben gebadet, es war sehr schön. Nachdem wir wieder auf dem Cat waren haben wir uns mit dem Wasser, aus dem Wassersack, abgeduscht. Das Wasser war so heiß geworden, dass wir es mit kaltem mischen mussten, um uns nicht zu verbrennen, wir haben dann auch gleich meine Haare gewaschen. Zum Abendbrot haben wir Hühnerfrikassee mit Reis und Gurkensalat gegessen und anschließend bis 22:oo Uhr draußen im Cockpit  gesessen, um 23:oo Uhr sind wir schlafen gegangen.

 

Samstag 05.08.2006

Heute morgen ist Walter mit dem Beiboot rüber gefahren zum Kiosk und hat Brötchen geholt. Nach dem wir gemütlich gefrühstückt hatten hat er eine Seite unserer Duo von Pocken und Bewuchs befreit, was sehr anstrengend war, sogar mit dem Spachtel war es anstrengend das Schiff sauber zu kriegen. Na ja 2 Monate noch, dann kommt die Duo in Emden wieder an Land und kann wieder schön gemacht werden, Walter will den Wasserpass sowieso etwas höher setzen. Um 13:30 Uhr sind wir mit dem Beiboot an Land gefahren und dort Spazieren gegangen. Erst haben wir ein paar Fotos von der Duo am Ankerplatz gemacht und dann sind wir zum kleinen Yachthafen in der „ Melswyk “ gewandert. Ein sehr Idyllischer Weg in hügeliger Landschaft, am Wasser entlang. Eine Strecke ca. 3,5 Km lang. Abends haben wir Reis mit Königsbergerklopse gegessen und sind nach unserem Sundowner gegen 23:oo Uhr ins Bett gegangen.

 

Sonntag 06.08.2006

Heute morgen habe ich Brötchen aufgebacken und nach unserem Frühstück haben wir den Salon ein bisschen sauber gemacht. Ca. gegen 10:oo Uhr sind wir mit dem Beiboot zum Ufer rüber gefahren und von dort aus Schwimmen gegangen. Heute waren mehr Quallen da als vorgestern, das Baden hat aber trotzdem Spaß gemacht und schwimmen ist sowieso gesund. Zurück an Bord haben wir uns mit dem Wasser aus dem Wassersack abgeduscht, hinten auf der Heckstufe. Es war herrlich. Wir haben uns dann vorne ins Netz gelegt zum Sonnen, aber der Wind war zu frisch, so dass wir wieder ins Cockpit gegangen sind. Bärchen hat sich nach drinnen zum Lesen verzogen, ich habe mich auf die Bank gelegt und Sonne getankt. Gegen 14:30 Uhr sind wir an Land gefahren und haben einen Spaziergang gemacht, diesmal in die andere Richtung, nämlich Holm, wir wollten einen Blick auf den Kleinen Belt werfen. Die Wege waren uns fremd aber wir sind nach Gespür gegangen und haben auch tatsächlich einen schönen Aussichtspunkt gefunden. Auf dem Rückweg sind wir einen Feldweg gegangen, von dem Bärchen meinte , er führt zu unserer Bucht zurück und so war es auch. Bevor wir wieder an Bord gefahren sind haben wir uns noch ein Eis am Kiosk gekauft. Um 17:oo Uhr waren wir wieder auf der Duo und haben noch ein bisschen gelesen. Es war die richtige Zeit für mein „Feierabend Bier “. Um 19:oo Uhr haben wir Nudeln mit Gulasch gegessen, aber ich finde Spagetti schmecken besser. Um 23:oo Uhr war wieder Bettgehzeit.

 

Montag 07.08.2006

Heute sind wir mal wieder unschlüssig gewesen ob wir die „ Dywik “ verlassen sollten oder noch bleiben. Um 11:15 Uhr hat Walter dann aber doch kurz entschlossen den Anker gehoben und wir sind in Richtung Faaborg gefahren. Durch die Enge ging es sehr gut und kurz vor der Einmündung in den Alsfjord haben wir die Segel gesetzt. Der Wind war schwach und kam außerdem aus der falschen Richtung, später nach drei Kreuzschlägen schlief er fast ganz ein und wir entschlossen uns die Motoren anzuwerfen. Von 13:oo bis 15:oo Uhr sind wir Motort, wobei wir das Großsegel stehengelassen hatten. Als wieder Wind aufkam konnten wir Kurs auf Faaborg anlegen und sind anfangs mit 4 Knoten angenehm gesegelt, aber der Wind stieg von 3 auf 4 Bft später sogar auf 5 Bft. Bei dieser Windstärke liefen wir 7 Knoten später sogar über 8 Knoten als der Wind auf 6 Bft anstieg. Jetzt wurde es zeitweise ungemütlich und wir entschlossen uns hinter der Insel Lyo in einer Bucht vor Anker zu gehen, was wir dann auch taten. Leider hat Walter sich beim einholen des Großsegels verletzt, als ihm die Großschot durch die Hand lief und ihm die Haut von Vier Fingern zog, das tat bestimmt verdammt Weh. Um 17:30 Uhr hatte Walter den Anker geworfen. Der Wind bläst immer noch mit 6 Bft, sollte er sich nicht beruhigen wird es für uns eine unruhige Nacht. Wir sind noch 6 – 7 Meilen von Faaborg entfernt, mal sehen ob wir morgen dorthin kommen. Heute haben wir 30 Seemeilen gesegelt und die meiste Zeit Spaß gehabt. Heute Abend habe ich Spagetti mit Schaschlik gemacht, es war Lecker.

 

Dienstag 08.08.2006

Es war leider eine sehr unruhige Nacht, der Wind blies mit 6 Bft in Böen bis 8 Bft. Walter und ich haben oben im Salon geschlafen, falls der Anker nicht gehalten hätte, wäre schnelles handeln erforderlich gewesen. Glücklicherweise hielt der Anker, heute morgen haben wir konstante 6 Bft, laut Wetterbericht soll der Wind im laufe des Tages etwas abnehmen. Gegen 12:oo Uhr war es auf 4 Bft abgeflaut und Walter hat den Anker gehoben, und wir sind unter Motor nach Faaborg in unsere geliebte Bucht gefahren. Nach dem Abendessen, Paprikagulasch mit Spagetti, lecker, sind wir mit dem Schlauchboot in den Yachthafen von Faaborg gefahren. Es hat sich hier im Hafengebiet eine Menge verändert, sehr zum Vorteil. In der Stadt selbst hat sich so gut wie nichts getan, nur die Pflanzen an den alten Häusern sind ein ganzes Stück gewachsen seit wir vor 5 Jahren , 2001, das letzte mal hier waren. Beim Eismann in der Innenstadt haben wir uns Eis geholt, ungewöhnlich lecker für Dänisches Eis. Wir haben den Spaziergang von gut einer Stunde sehr genossen. Um 20:30 Uhr waren wir wieder an Bord. Nach unserem Sundowner sind wir dann um 22:30 Uhr schlafen gegangen und haben geschlafen wie die Murmeltiere.

 

Mittwoch 09.08.2006

Heute wollen wir in der „ Aldi Butik “ einkaufen. Gestern Abend hatte Bärchen noch an der Tankstelle in Hafennähe gefragt wo er sich befindet. Es ist nicht weit vom Hafen entfernt. Nach dem Frühstück sind wir also mit dem Beiboot rüber und haben dort eingekauft. Wir hatten beide mal wieder Appetit auf Salat und Gegrilltes dazu. Also haben wir alle zutaten dafür, sowie Milch, Butter, Brot und etwas Kuchen gekauft, alles zusammen hat 150.--  DK Kronen gekostet ( ca. 20.—Euro ) geht noch. Auf dem Rückweg haben wir noch eine Dänische Gastlandflagge für 30.--   DK Kronen erstanden, genau die richtige größe Gas bekommen wir hier leider nicht, na dann müssen wir sehr gut aufpassen und sparsam mit unserem Gas umgehen. Am Abend haben wir Salat und Gegrilltes dazu gegessen. Die Würstchen schmeckten nicht so gut wie unsere, aber was soll’s. anschließend waren wir noch mal in der Stadt zum Abendspaziergang wieder mit Eis. Auf dem Rückweg zur Duo sind wir dann leider durch das Spritzwasser etwas Nass geworden, so das wir uns beide noch umziehen mussten.

 

Donnerstag 10.08.2006

Heute morgen sind wir nach dem Frühstück wieder rüber gefahren nach Faaborg, diesmal haben wir unsere Videokamera mitgenommen und Aufnahmen von der neuen Hafenanlage und den alten Häusern in der City gemacht. Dann haben wir noch etwas Grillfleisch in einem Supermarkt in der Innenstadtgekauft, sowie Zitronen für unseren Sundowner am Abend. Ganz wichtig war, dass wir unseren Müll gut entsorgen konnten. Zurück an Bord haben wir den Nachmittag mit Lesen verbracht. Abends habe ich wieder unseren schönen Salat gemacht und Walter hat gegrillt. Heute Abend sind wir nicht zu unserem Abendspaziergang rüber gefahren ,weil es nach Regen ausgesehen hat. Als wir gegen 23:oo Uhr ins Bett gingen, war das Wasser so spiegelglatt und es regte sich kein Lüftchen. Gegen 00:30 Uhr habe ich starken Wind gehört und gemerkt wie das Boot schaukelte, im Halbschlaf habe ich es registriert. Als ich gegen 02:30 Uhr nachts zur Toilette musste war wieder alles total ruhig und ich war fest davon überzeugt ich hätte den Wind und die Schaukelei nur geträumt.

 

Freitag 11.08.2006

Heute morgen habe ich Bärchen erst mal gefragt, ob heute Nacht irgend etwas ungewöhnliches war. Er erzählte mir, dass wir von 00:30 Uhr bis ca. 01:45 Uhr Starkwind gehabt hätten, ich hatte also nicht geträumt. Dieser unberechenbare Wind ist für diese Saison typisch. Den ganzen Vormittag war es Windstill, deshalb sind wir mit dem Schlauchboot an Land gefahren. Die Videokamera haben wir mitgenommen und ein paar schöne Aufnahmen von der „ Duo “ vor Anker gemacht. In Faaborg sind einige alte Häuser sehenswert und die neue Hafenanlage. Den ganzen Tag schien die Sonne und wir haben gelesen. Am Abend sind wir nach dem Essen rüber gefahren.

 

Samstag 12.08.2006

Heute hat es den ganzen Tag geregnet. Wir haben meine Haare gewaschen und gelesen. Am Nachmittag sind wir auf der gegenüberliegende Seite vom Hafen an Land gegangen. Die Häuser hier am Wasser sind sehr gepflegt, fast jeder hat ein kleines Boot im Wasser liegen. Leider zog es sich um 16:30 Uhr so zu, dass wir mit starken Regenschauer rechnen mussten und sind lieber schnell wieder an Bord gefahren. Aber immerhin waren wir eine ganzen Stunde spazieren gewesen. Am Abend nach dem Essen ( Kartoffel mit Kohlroulade ) wurde es wieder sehr windig so dass wir lieber auf unseren Abendspaziergang verzichtet haben. Um 23:oo Uhr war hier an der Küste ein kleines Feuerwerk, nicht in Faaborg sondern aus Richtung Assens, die ganzen Motive konnten wir gut sehen. Danach sind wir ins Bett gegangen, das Wasser war wieder total glatt, so das wir gut schlafen konnten.

 

Sonntag 13.08.2006

Heute morgen ist es Sonnig und fast Windstill. Nach dem Frühstück hat Bärchen sich eine Badehose angezogen und ist ins Wasser gegangen um die Logge von Muscheln ,Pocken und Bewuchs zu befreien. Er musste dem festsitzenden Zeug mit einem breiten, scharfen Spachtel zu Leibe rücken. Um besser arbeiten zu können hatte er sich eine Leine seitlich am Schiff gespannt, an der er sich festhalten und in die gewünschte Richtung hangeln konnte. Ca. eine halbe Stunde hat er fleißig gearbeitet, ich konnte von oben sehen, dass er jede Menge Pocken abkratzen konnte. Anschließend ist er über seine Selbstgebastelte Badeleiter wieder an Bord geklettert. Es war eine tolle Aktion die er da gebracht hat und ich hoffe, dass sich die Mühe auch gelohnt hat und die Logge wieder funktioniert. Nach dem er sich etwas ausgeruht hat, sind wir an Land gefahren und haben in der Aldi Butik, Hack, Milch, Butter und einpaar andere Kleinigkeiten eingekauft, hier in Dänemark haben die Supermärkte nämlich auch Sonntags geöffnet. Wir waren gerade wieder an Bord, da fing es zu Regnen an. Der Wind legte auch zu und es wurde ungemütlich. Gegen 23:oo Uhr, Bettgezeit war es wieder etwas ruhiger und wir konnten gut schlafen.

 

Montag 14.08.2006

Eigentlich wollten wir heute nach Aerosköbing, aber schon in er Nacht wurde es Stürmisch und heute morgen um 06:oo war die Nacht für Walter zu Ende. Es Regnet wieder und stürmt mit 7 Bft und Bärchen betet, dass der Anker hält. ( Ich auch ). Der Wind hat gegen 16:oo Uhr noch zugelegt in Böen 8-9 Bft. Das Heulen des Windes geht uns total auf die Nerven, aber der Anker hat bis jetzt gehalten. Heute habe ich Spagetti mit Rindergulasch ( aus der Dose ) gekocht. Wir hatten von dem leckeren Hackgericht noch etwas über, das Bärchen gestern Abend gekocht hatte, das habe ich noch mal mit warm gemacht. Es hat den ganzen Tag geregnet und der Fußboden im Cockpit steht wieder unter Wasser, unser privater Schwimmingpool. Abends haben wir eine Runde Kniffel gespielt, um uns ein wenig vom Heulen des Windes abzulenken. Bärchen hat gewonnen, mit vier Kniffel, ich hatte nur einen. Die Nacht haben wir oben im Salon verbracht um jederzeit einsatzbereit zu sein, falls der Anker doch nicht halten sollte. Gegen 02:oo Uhr wurde es sehr ruhig und wir haben gut geschlafen.

 

Dienstag 15.08.2006

Heute morgen, um 06:30 Uhr hat Bärchen den Anker gehoben und wir sind zum Hafen Faaborg rüber gefahren und haben hier an der Außenseite, gegenüber dem Fähranleger, festgemacht. Es soll heute noch mal richtig Stürmisch werden. Leider hat Bärchen versehendlich den Konverter zerschossen, nach dem wir den Landstrom angeschlossen hatten und er vergessen hatte das Kabel abzuziehen ist irgend etwas durch geknallt. Beim Bootsausrüster hatte er einen neuen mit 300 Watt Leistung bekommen können, für umgerechnet 89 ,-- €, aber wir wollten noch mal woanders schauen und sind auch tatsächlich fündig geworden. In einem Laden für Auto und Motorradzubehör. Dort haben wir einen Konverter für 98,-- € gekauft, der aber doppelte Leistung bringt, nämlich 600 Watt. Walter hat den Stecker neu gelegt, weil dieser nicht für Deutsche Steckdosen passte. Auf dem Rückweg haben wir beim Hafenmeister unsere Liegegebühr für umgerechnet 19.-- € bezahlt. Für unser großes Teil ist das nicht zuviel. Am Nachmittag sind wir dann noch mal zum Aldi gegangen und haben Toastbrot und „ Hering in Sahnesoße “ gekauft. Als ich den Topf an Bord auf machte, musste ich leider feststellen, dass es nur Heringsstückchen eingelegt in Essigsud waren. Das passiert wenn man die Landessprache nicht kennt. Am Abend hat Bärchen uns Kartoffelmus mit Sahnegeschnetzeltes zubereitet. Wir wechseln uns mit dem Kochen immer mal ab, dass ist sehr angenehm. Heute Nacht haben wir sehr gut geschlafen.

 

Mittwoch 16.08.2006

Heute morgen wurden wir um 06:oo Uhr durch die erste Fähre , die hier abfuhr, geweckt. Wir haben uns noch mal umgedreht und bis 07:oo Uhr geschlafen, aber dann war vorbei mit der Nachtruhe. Um 09:oo Uhr sind wir in die Stadt gegangen und haben bei „ Super Brugsen “ Creme Frech gekauft. Bärchen will für den Hering eine Soße zubereiten. Gegen 10:oo Uhr waren wir wieder an Bord und sind nach einer kurzen Pause noch mal in Richtung Strand gegangen. Wir waren total überrascht dort eine Promenade vorzufinden, mindestens 3 Kilometer direkt am Wasser entlang mit vielen Bänken zum ausruhen und einem herrlichen Blick aufs Wasser. Ein Häuserblock mit Ferienwohnungen am Anfang dieser Promenade hat uns ziemlich fasziniert, weil die einzelnen Balkone zu einander durch kleine Segel getrennt waren, statt durch Wände oder Pergola’s wie sonst üblich. Bärchen hat Videoaufnahmen von diesem Block und der Promenade gemacht. Am Ende der Promenade war ein großes Restaurant mit schöner Terrasse und Kiosk. Dort wollten wir uns jeder ein Hot Dog holen, aber leider hatten sie geschlossen mit der Begründung der Kiosk habe nur im Sommer geöffnet. Auf meinen Hinweis darauf, dass wir ja Sommer haben, hat er kategorisch widersprochen,  nein, nein, meinte er, dass ist kein Sommer. Wir hatten jetzt aber solchen Appetit auf Hot Dog, dass wir noch mal in die Innenstadt gegangen sind, wo ein Stand, auf dem Marktplatz Würstchen verkaufte. Dort haben wir uns die Hot Dog’s schmecken lassen. Gegen 13:oo Uhr waren wir wieder an Bord, mit runden Füßen aber auch neuen Eindrücken. Morgen wollen weiter nach Aerosköbing. Nach dem Essen um 19:oo Uhr, Pellkartoffel mit Hering in leckerer Soße, von Bärchen selbst kreiert, haben wir die „ DUO “ in den Innenhafen verholt, weil wir draußen sehr unruhig lagen, nach dem der Wind gedreht hatte. Wir hatten einen schönen Abend mit Musik und Tanz und eine sehr ruhige Nacht.

 

Donnerstag 17.08.2006

Heute morgen um 09:oo Uhr haben wir die Leinen losgemacht und sind unter Motor nach Aerosköbing gefahren, weil der Wind fast die ganze Zeit direkt von vorne kam und wir wollten dort nicht so spät ankommen, weil wir sicher sein wollten dort einen Liegeplatz zu bekommen. Um 13:oo Uhr haben wir dort im Stadthafen festgemacht, wo noch ein sehr schöner Platz frei war. Es war eine schöne Überfahrt bei Sonne und wir haben die Herrliche Landschaft der Inseln zu beiden Seiten unseres Weges bewundert. Nach dem wir fest waren, haben wir mein Haar gewaschen, dann sind wir durch Aerosköbing gebummelt. Wir kennen dieses süße Städtchen zwar schon durch einen besuch, im Oktober 2001, aber wir sehen uns die alten Häus’chen gerne noch mal an, einige sind schon 1640 erbaut worden. Das Kopfsteinpflaster ist auch noch überall erhalten worden, sehr romantisch, wie ich finde. Auf dem Rückweg zur „ DUO “ haben wir uns an einem Kiosk, am Hafen, ein Hot Dog gegönnt. Es war sehr lecker. Zum Abendessen gab es Bratkartoffel. Als der Hafenmeister zum kassieren kam, waren wir angenehm überrascht, denn wir brauchten nur 130.--   DK Kronen           ( umgerechnet ca. 18.-- € ) bezahlen, dafür ist der Strom hier leider nicht umsonst, wie in Faaborg. Aber wir liegen hier gut , haben viel zu gucken und zu lästern und wir haben super geschlafen.

 

Freitag 18.08.2006

Heute ist unser 11. Hochzeitstag. Wir haben erstmal gemütlich gefrühstückt und sind dann in Aerosköbing bummeln gewesen. Beim Netto Markt in Hafen Nähe haben wir uns alle zutaten für unseren Lieblingssalat gekauft und 2 Scheiben Steak zum Grillen und haben uns ein Hochzeitsfestessen zubereitet. Abends waren wir noch mal bummeln und Eis Essen. Leider fing es an zu regnen und wir mussten unseren Spaziergang abrechen. Es hat die ganze Nacht geregnet.

 

Samstag 19.08.2006

Walter hat heute nach dem Frühstück gleich das rechte Fenster in der Pantry abgedichtet. Dort ist Wasser eingedrungen und das Wasser ist auf die Sitzkissen getropft, die ich für die kleine Bank dort genäht hatte. Für heute ist viel Wind und Gewitter angesagt, deshalb haben wir uns entschlossen heute noch hier zu bleiben. Die Sonne kommt jetzt um 09:30 Uhr gerade durch, aber es ist noch sehr neblig. Wir haben uns heute fast den ganzen Tag im Cockpit gesonnt. Gegen 15:oo Uhr sind wir zu der alten Mühle, außerhalb von Aerosköbing gewandert. Der Weg hat sich gelohnt, denn wir hatten einen herrlichen Ausblick über den Sund von dort oben, da die Mühle auf einer kleinen Anhöhe steh. Nach dem Abendessen, Salat und Grillfleisch, haben wir noch draußen im Cockpit gesessen und einen schönen Sonnenuntergang genossen.

 

Sonntag 20.08.2006

Heute morgen sind wir schon um 07:oo Uhr aufgestanden, weil wir nach Kiel segeln wollen. Um 07:40 Uhr gab es ein Gewitter direkt übern uns und es hat geschüttet wie aus Eimern. Wir haben noch gewartet bis es wieder trocken war und um 09:15 Uhr haben wir die Leinen losgemacht. Um 10:oo Uhr haben wir das Großsegel gesetzt und die Motoren ausgeschaltet. Kurze Zeit später fing es leider wieder an zu regnen und der Wind legte zu, von 3 auf 4 ,auf 5 und zeitweise sogar auf 6 Bft, alles innerhalb von 2 Stunden. Walter hat ein Reff ins Groß gebunden. Wir haben noch 4,5 Knoten Fahrt gemacht und der Wind kam direkt aus Süd, wo wir hin wollten. Selbst mit vielen, vielen Kreutzschlägen hätten wir noch irre lange gebraucht. Es war inzwischen zwar wieder sonnig, aber wir hatten keine Lust auf weiteres „Stress-Segeln“. Daher haben wir um 13:30 Uhr die Segel geborgen und sind in einen kleinen Hafen ( Fynshav, auf Als) eingelaufen. Dort war auch noch ein schöner Liegeplatz für uns frei. Um 14:15 Uhr hatten wir angelegt. Nach einer kurzen Pause haben wir einen Spaziergang durch den Ort gemacht. Es ist ein modernes Dörfchen mir schönen gepflegten Häusern und Vorgärten, aber nichts Sehenswertes , auch im Ortskern ist nichts vorhanden. Allerdings haben sie einen „ Super Brugsen“ der diesen ersetzen könnte. Dort haben wir ein Toastbrot und Zigaretten gekauft. Am Abend sind wir noch mal zum Fähranleger gebummelt. Die Fähre geht nach Bojden auf Fünen, ca. 10 Kilometer von Faaborg entfernt. Nachts war es schön ruhig. Wir haben 13 .-- € Hafengeld gezahlt ( Freiwillig )

 

Montag 21.08.2006

Heute morgen haben wir um 07:45 Uhr die Leinen losgemacht. Um 09:oo Uhr haben wir auf Höhe Mommark die Segel gesetzt. Anfangs hatten wir 4 Bft, nach einer Stunde bereits 5 Bft, der Zeiger ging zwischendurch aber schon des öfteren auf 6 Bft. Wir liefen 6,4 Knoten und das Segeln machte richtig Spaß, leider nahm der Wind noch zu und Walter bekam Angst um unseren Mast, deshalb hat er um 12:30 Uhr die Segel geborgen, bzw. nur das Groß, wir sind dann unter Motor und gesetztem Vorsegel nach Hause gefahren. Unterwegs wurden wir noch mal richtig Nass. Um 18:30 Uhr waren wir an unserem Liegeplatz in Kiel fest. Alles war heil geblieben und es war insgesamt ein schöner, lehrreicher, erholsamer Urlaub. Nach dem wir das Baumkleid aufgezogen hatten, wollte ich uns Spagetti mit Rindergulasch machen, aber das Gas war alle. Wir waren gerade den Urlaub über damit ausgekommen. Wir sind dann Döner essen gegangen. War auch lecker.