Warum Katamaran:

 

Viele von Euch werden sich fragen, wie wir auf einen Katamaran gekommen sind. Hier will ich versuchen eine Antwort darauf zu geben.

 

Nach vielen Jahren der Restaurierung der „Shogun“ und wo sie vor der Vollendung stand, überraschte meine Frau mich, mit der Aussage, dass wir jetzt zwar ein wunderschönes Schiff hätten aber sie zu der Auffassung gekommen ist, dass ein Leben auf der „Shogun“ für den Zeitraum von mehreren Jahren doch zu klein sei, da wir ja auch nicht den gesamten Raum nutzen könnten. Es wäre doch schön wenn wir uns nach etwas anderem umsehen könnten beziehungsweise uns vergrößern würden.

 

Ich lies mir das einige Wochen durch den Kopf gehen und betrachtete die Dinge von allen Seiten. Was sollte das neue Boot haben, es sollte einen Decksalon haben, viel Platz, vor allen dingen viele Schabs und Schränke und sollte nicht soviel Lage schieben. Da kam für mich nur noch ein Katamaran in frage. Doch das Hauptproblem war der Preis, der war für uns kleinen Leute einfach unerschwinglich.

Was so auf dem Markt angeboten wurde war einfach zu Teuer, obwohl die Boote schon einige Jahre auf dem Buckel hatten, wurden Astronomische Summen verlangt, jedenfalls für die Größenordnung, die wir uns vorstellten. Aber meine Frau lies nicht Locker, wir hatten das Glück auf der Hanseboot 2001, bei African Cat ( Tho Yachten )einen Dreistündigen Probetörn zu bekommen und waren einfach Schlichtweg begeistert. Eine andere Formulierung gibt es nicht dafür. Doch die Finanziellen Probleme waren damit noch nicht gelöst. Wir beschlossen erstmal die „Shogun“ zu Verkaufen und dann wollten wir weitersehen, aber große Anstrengungen habe ich dabei nicht unternommen. Hier und da mal verlauten lassen das wir uns umorientieren wollten und das wir Verkaufen wollten, mehr aber auch nicht.

Ich suchte derweil nach Möglichkeiten, unseren Wunsch zu Realisieren. Ich Telefonierte mit Versicherungen nach eventuellen Havaristen, bei uns im Winterlager lag ein Kasko, dem Eigner war das Geld ausgegangen oder in Aluminium selbst zu bauen, wo ich von Assante Yachten den Herr Kühnemund Kontaktierte. Doch das waren alles Irrwege und brachte uns kein Ergebnis.

 

Aber wie es so ist im Leben war auch uns das Glück mal holt, doch das soll nun Wilma selbst beschreiben:

 

Ein Anruf Ende Oktober hat unser Leben gravierend verändert. Mario, ein guter Bekannter, machte uns auf eine Anzeige in der  „ Bootsbörse “ aufmerksam. Es handelte sich um einen Cat-Bausatz, der dort unglaublich günstig angeboten wurde. Ein Anruf beim Inserenten bestätigte uns, dass es sich nicht um einen Druckfehler handelte und somit auch ernst gemeint war. Da die „ Bootsbörse “ noch nicht im freien Handel zu erhalten war ( Mario ist Abonnent), war Walter der erste Anrufer und hat den Bausatz gleich am Telefon gekauft mit der Option, sollte dieser nicht in Ordnung sein, von der Kaufverpflichtung zurücktreten zu können.

2 Tage später ist Walter zum Chiemsee runtergefahren um sich die Teile anzusehen und wurde angenehm überrascht, denn was er dort vorfand entsprach durchaus seinen Erwartungen, so dass er den Kauf an Ort und Stelle Schriftlich perfekt machte.

Nun begann das jonglieren mit den Finanzen!  Wir konnten unser Holzschiff, die „ Shogun “ nun nicht mehr wie ursprünglich als Finanzierungsgrundlage nehmen, denn welcher Verkäufer wäre bereit unbestimmte Zeit auf sein Geld zu warten? Keiner.

Unsere Lebensversicherungen wurden beliehen, was aber nicht reichte, es musste auch noch ein Kredit her, was wegen der hohen Zinsen immer besser vermieden werden sollte, aber es ging nicht anders, denn mein Bruder wollte uns nicht helfen, was ihm durchaus möglich gewesen wäre. Also musste die Kaufsumme auch so zusammen gekratzt werden.

Wir liehen uns, Anfang November, einen großen PKW Anhänger 6,5 x 2,5 Meter, spannten den hinter unser Auto und fuhren zum Chiemsee runter um den Bausatz abzuholen. Es war sehr praktisch dass mein Sohn Boris in München wohnt und wir bei ihm übernachten durften. Am nächsten Morgen zahlten wir unseren Bausatz bar auf den Tisch, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.  Das Lachende weil wir nun Stolze Catbesitzer waren und das weinende weil wir kein Geld mehr hatten.

Nie hätte ich gedacht, dass einzelne Teile derart groß und schwer sein könnten, jedenfalls haben wir geschuftet wie die Stiere, unter Mithilfe des Verkäufers, der nach seinem Tauchunfall nicht mehr voll einsatzfähig war, um dann festzustellen, dass wir längst nicht alles mitkriegen, die Teile waren einfach zu schwer und sperrig.

Unser Mercedes hat auf der Rückfahrt großartige Leistung gezeigt und uns gut und sicher nach Hause gebracht, wo wir nachts um 3 Uhr völlig erschöpft ankamen. Jetzt wäre eigentlich ausladen angesagt gewesen, aber wir solche Knochenarbeit nicht gewohnt und sehnten uns nach unserem Bett.

Am nächsten Morgen telefonierte Walter mit Mario und er kam und half beim Ausladen. Leider mussten wir feststellen, dass in den paar Stunden in dem das Auto vor der Tür stand, dieses Aufgebrochen und Radio und Telefon gestohlen wurde, dabei wurde auch erheblicher Sachschaden am Fahrzeug verursacht, was viel Ärger und Schreiberei mit der Versicherung verursachte. Nichts desto Trotz luden wir anschließend Mario und Heike ( seiner Frau ) zum Essen beim Griechen ein, als kleines Dankeschön.

Am folgenden Wochenende fuhr Walter wieder zum Chiemsee und holte die restlichen Bauteile ab. Die wurden im Keller und auf unserem Balkon gelagert, dass alles verstaut werden konnte ist Walters Talent zu verdanken optimal jeden Platz zu nutzen, so konnten wir viel Geld sparen.

Walter hat inzwischen einen optimalen Bauplatz ( eine Halle in Emden )gefunden, wo er ab Anfang Juni mit dem Catbau beginnen kann. Unseren Wohnwagen darf er dort auf dem Gelände abstellen und zum Übernachten nutzen, so dass ihm die langen An- und Abfahrten erspart bleiben.

Am 3. Mai brachten wir schon mal den größten Teil, die ganz langen sperrigen Teile nach Emden. Mein anderer Sohn Bert hatte sich von seiner Firma einen LKW ausgeliehen. Das Beladen war wieder eine große Herausforderung für Walter, wobei er erneut sein Talent unter Beweis stellen konnte viel auf wenig Raum unter zu bringen, obwohl es teilweise in strömen geregnet hatte. Bert hat großartig mit geholfen und auch der Transport hat reibungslos geklappt. Das Ausladen in Emden ging etwas schneller, war aber auch recht mühsam, da uns in der Halle auch nur ein begrenzter Platz zur Verfügung stand, na aber wie schon erwähnt hat Walter ja sein Stapeltalent immer dabei. Abends um 22:30 Uhr waren wir völlig ausgepowert wieder zu Hause.

Anfang Juni will Walter anfangen zu bauen. Für das Pfingstwochenende haben wir die Kiellegung geplant. Ende Mai müssen wir noch mal eine menge Euro locker machen um Kleber und Matte kaufen zu könne, wird schon alles klappen!

 

Ja nun ist das mal so, wir haben eine Cat-Bausatz, wenig Geld und viel Arbeit die  nächsten Wochen und Monate.

Auf der einen Seite bin ich Traurig unsere „ Shogun “ verkaufen zu müssen, denn beide Boote können wir nicht unterhalten und wir brauchen ja auch das Geld zur Fertigstellung auf der anderen Seite bekommen wir ein wunderbares neues Boot zu einem sehr günstigen Preis.

 

 

21.06.2003

 

Nachdem Wilma am Pfingstmontag nach Hause gefahren war, begann ich am Dienstag um 8:00 Uhr an dem Backbordbug mit Schleifen. Meine Schleifmaschine hatte ich im letzten Jahr für ein Appel und ein Ei bei Aldi gekauft und sie erst ca. drei Stunden in Betrieb, so dass ich dachte das ich gut gerüstet war, denn mit den Aldi Maschinen hatte ich bis Dato noch keine Probleme. Der Teufel steckt aber im Detail, der feine Mikrostaub setzte sich in die Antriebswelle des Excenterschleifers und fraß sich fest, so dass sich die neue Maschine verabschiedete. Nachdem meine erste Wut verraucht war setzte ich mich in mein Auto und klapperte alle Baumärkte in Emden ab, wurde aber nicht fündig und fuhr gefrustet zurück. Ein netter Mensch, der sich um die Boote in der Marina kümmert, erklärte mir dann, dass es in der Nähe eine Elektrofirma gäbe, die die umliegenden Firmen mit Profigeräten beliefere und auch sehr günstig sei. Also noch mal los. Der Mitarbeiter war sehr fachkundig und erklärte mir, das ich das Problem immer wieder haben werde, da die Maschinen aus den Baumärkten für solche Dauerbelastungen und so feinen Staub, auch wenn er abgesaugt würde, nicht gedacht seien. Er stellte mir mehrere Geräte vor und ich entschied mich für eine blaue Bosch. Als es ans bezahlen ging musste ich feststellen, dass ich nicht genug Mäuse mit hatte. Da ich kein Freund von jeglichen Cashkarten bin, hatte ich ein Problem. Nachdem ich mit meiner Frau telefoniert hatte und wir hin und her überlegten, kam ich zu dem Entschluss nach Hause zu fahren, meine Börse aufzufrischen, um dann auch noch Bauteile mit nach Emden zu nehmen, dass bedeutete, das ich zwei Arbeitstage in den Sand gesetzt habe und ich am Donnerstag morgen da weitermachen konnte, wo ich am Dienstag aufgehört hatte. Doch nun ging es zügig voran und ich konnte bis Freitagabend den Backbordrumpf fertig spachteln und schleifen, so dass wir den Rumpf drehen und ausrichten konnten.

Wilma ist am Freitagabend wieder nach Emden gekommen und so konnten wir am Samstag mit dem Einpassen der Schotten beginnen. Ich rechnete damit, dass wir übers Wochenende nur drei Schotten fertig bekommen würden aber es ging uns so gut von der Hand dass wir am Sonntagabend alle sechs Schotten drin hatten und diese auch laminiert waren, obwohl die Maße nicht immer stimmten. Ich muss schon sagen, jetzt wo man schon eine Kufe in ihren Umrissen erkennen kann,  G I G A N T I S C H. Noch macht es Spaß, den Cat zu Bauen nur müsste es schneller gehen, da ich am liebsten schon im Juli August mit dem fertigen Teil segeln würde. Doch der liebe Gott erfand erst das Schleifen und Spachteln und ich denke mal es kommen noch viele Kleinigkeiten, die das ganze Projekt in die Länge ziehen werden.

 

Jetzt sind erst mal zwei Wochen Zwangspause angesagt um Geld zu verdienen. Denn wie heißt es so schön  " Ohne Moos - nichts los"

 

 

 

30.07.2003

 

So nun sind wieder einige Tage ins Land gegangen und wir sitzen in unserem Wohni und ich finde mal wieder Zeit einige Zeilen zu schreiben.

Mittlerweile haben wir alle Schotten eingesetzt und die Brücke ist auch schon drauf. Diesmal mussten wir einige Schwierigkeiten meistern. Die Bordwände waren an beiden Kufen zu kurz, um ca. 10 cm so das wir die noch nachträglich einfügen müssen. Obwohl wir die Kufen genau ausgerichtet haben ist am Cockpitboden auf der Backbordseite hinten ein Dreieck entstanden, das jetzt noch angefertigt werden muss, damit wir kein Loch haben. Das sind aber relativ geringe Schwierigkeiten ich habe mit wesentlich mehr gerechnet. Wir hatten, wie wir den Bausatz abgeholt hatten, drei Platten unbearbeiteten Schaum mit bekommen, aus denen habe ich mir die fehlenden Stücke geschnitten, laminiert, gespachtelt und eingesetzt. Ich hoffe, dass es bei diesen Kleinigkeiten bleibt.

Meine Frau ist mir eine große Hilfe, man glaubt gar nicht wie viel Zeit beim zuschneiden und dem zubereiten des Laminats drauf gehen und die Wege werden immer weiter es ist ja nicht nur eine Kufe sondern zwei und die jeweils 14 Meter, da kommen am Tag so einige Kilometer zusammen die man da so abreist und mit einer Hilfe kann man sich so einige Wege abnehmen lassen. Bis heute haben wir 135 Arbeitsstunden geleistet und wir sind mit dem was bis jetzt steht mehr als zufrieden. Wir haben die gesamten Bauteile im Prinzip nur geheftet, so das ich, wenn ich wieder alleine arbeite keine schweren Sachen alleine einfügen muss, sondern ich mich auf das Spachteln und Schleifen konzentrieren kann. Außerdem hat es den Vorteil, dass wir relativ schnell sehen können, ob alle Teile passen oder ob noch etwas geändert werden muss, so wie beim Cockpitboden. Im großen und ganzen sind wir mit unserem Bausatz sehr zufrieden und können kaum die nächsten Arbeitsschritte erwarten. Es ist unheimlich schön am Ende eines Arbeitstages zu sehen wie das Ganze gewachsen ist. Leider sind die grossen Schritte bald vorbei und man arbeitet viele Stunden und sieht am Ende gar nichts.

Ohne unserem Vermieter Honig um den Bart schmieren zu wollen, muss ich noch mal betonen, dass wir uns hier verdammt wohl fühlen. Die Atmosphäre ist einfach super, sowie alle Leute, im näheren Umfeld, ausgesprochen nett sind. Wir mussten in den letzten Tagen auch feststellen wie viel Leute selbst bauen oder gebaut haben und wie viele auf einen Cat umsteigen, es ist enorm. Das hätten wir nicht für möglich gehalten.

Erwähnen möchte ich noch, dass wir zwischendurch den Jahannes, aus Kiel zu Besuch hatten, er interessiert sich für alle möglichen Katamarane und kann sich noch nicht entscheiden für welchen Typ und ob er baut oder einen sehr guten Gebrauchten nimmt, da noch einige Kriterien seiner Familie zu erfüllen sind.

Wir sind letztes Wochenende ( 8. bis 10.08.2003 ) zu unserer Shogun gefahren, die übrigens immer noch zum Verkauf steht, um die letzten 3 Tage, von Wilmas Urlaub, zu genießen und noch etwas zu segeln. Denn bei den tropischen Temperaturen können wir immer nur bis Mittags etwas tun, dann ist es einfach zu warm und wir sind sehr weit voran gekommen.

 

24.08.2003

 

und hier wieder ein paar Zeilen von Wilma

 

Am Freitag d. 13.06.03 bin ich gleich von der Arbeit aus wieder nach Emden gefahren, wir haben noch gegrillt und den Arbeitsablauf für die nächsten Tage geplant. An diesem Wochenende wollten wir die 6 Schotten in der Backbordkufe einpassen und befestigen, gesagt, getan, wir haben es geschafft und waren zufrieden mit unserer Arbeit. In der darauf folgenden Woche hat Walter die Steuerbordkufe gespachtelt und geschliffen, anschließend musste er nach Hause kommen und Geld verdienen, denn ohne „ Moos nichts los “. Am letzten Juniwochenende haben wir dann gemeinsam mit Peter und Pit die Steuerbordkufe gedreht und ebenfalls 6 Schotten eingesetzt. Vom 21.7 – 10.08. habe ich Urlaub und ich möchte die Zeit dazu nutzen Walter beim Catbau zu helfen. Bevor wir nach Emden gefahren sind mussten wir noch Material von „ Fischer “ in Kiel haben, vor allem Spachtelmasse, die weggeht wie nichts.

In meiner ersten Urlaubswoche haben wir alle Bordwände angepasst und befestigt. Walter hatte vorher schon mal eine Bordwand allein angebracht und gemerkt, dass es allein ziemlicher Quälkram ist, trotz der Halter die er sich eigens dafür gebastelt hatte. Diese kleinen Hilfsmittel haben unsere Arbeit enorm erleichtert, auch zu zweit wären wir ohne diese Wandhalter nicht zurechtgekommen.

Am Samstag haben wir dann eine kleine „ Grillpartie “ gemacht, mit der wir uns bei Sandra, Richard, Bärbel und Peter für ihre Hilfe bedanken wollten. Es war ein schöner Abend und hat, glaube ich, allen gut gefallen. Am nächsten Tag ging die Arbeit am Cat weiter, nun sollte der hintere Beam gesetzt werden, aber wie bekommt man so ein schweres Teil auf die richtige Höhe wo es dann auch noch gleich befestigt werden muss? Walter hat die Erlaubnis alle Geräte und Werkzeuge, die sich in der Halle befinden zu benutzen und den Gabelstapler für die Beamsetzung zu Hilfe genommen, so ging alles relativ schnell und einfach. Als nächstes mussten die Kufen noch gerade ausgerichtet werden, und auch da hatte Walter die tolle Idee einen Kettenzug zu benutzen. Beim ersten Versuch die Kufen um ca. 10 cm zusammen zu ziehen, kippten beide bedenklich stark nach Innen, richteten sich dann aber wieder gerade aus, nachdem Walter an den mittleren Schotten eine Verbindung von der Backbord zur Steuerbordkufe mit Hilfe eines Balkens angebracht hatte. Ein Glück, dass er sich immer zu helfen weiß! Als nächstes haben wir den Cockpitboden, bestehned aus drei großen Platten eingepasst und befestigt, anschließend wurde der Laufgraben eingesetzt, danach der Salonboden. So weit, so gut, es sah schon beeindruckend aus. Am Sonntag fuhren wir nach Delfzijl ( Holland ) , einer kleinen hübschen Stadt mit zwei Yachthäfen. Dort brachten wir jeweils einen Aushang an, Verkaufsangebot für die „ Shogun“. Gegen Abend fuhren wir mit Sandra und Richard zum Cat gucken, gleiches Modell wie unser, aber ohne Decksaufbau. Es war sehr interessant für uns, weil dieser Cat bis auf den Innenausbau schon fast fertig war.

Im Emdener Stadthafen liegt zurzeit ein Cat, 20 Meter lang und 10 Meter breit, den wir uns auch von Innen ansehen durften, alles sehr schön, auch Eigenbau, aber dieses Teil wäre mir zu riesig!

Montag ging unser Catbau weiter, wir passten den Ankerkasten, bestehend aus weiteren 3 Platten ein. Dienstag fingen wir an, die Abdeckung auf der Backbordkufe anzubringen, bisher sind aber nur 2 Teile richtig fest eingepasst. Jetzt habe ich schon eine rechte Vorstellung von unserem späteren Cat. Er wird richtig toll! Mittwoch und Donnerstag verbrachten wir mit laminieren. Mittwochnachmittag kam ein Bekannter von Walter vorbei, der eventuell auch selbst mal einen Cat haben möchte, um sich unser Werk anzusehen. Er war beeindruckt. Am Abend waren wir zum Videogucken bei Theresa und Ronald eingeladen. Die beiden sind unglaublich nett und es war ein schöner Abend. Donnerstagabend sind wir nach Hause gefahren um das letzte Urlaubswochenende zum Ausspannen zu nutzen, was  sich als gute Entscheidung herausstellte, da es zum Arbeiten sowieso viel zu warm gewesen wäre. Am Freitagmorgen sind wir nach Kiel auf unser Segelboot gefahren. Am Abend haben wir einen Aushang in Laboe am schwarzen Brett angebracht und was lag dort im Jachthafen, - e i n C a t - ! Der musste erstmal eingehend begutachtet werden. Das war die PIA die dort ihren festen Liegeplatz hat. Samstag sind wir auf der Förde gesegelt, das Kreuzen hat Spaß gemacht. Sonntag waren wir wieder Aushänge verteilen in Schilksee, Strande und Stickenhörn. In Stickenhörn lag auch ein Cat Eigenbau und die Eigner baten uns an Bord, der Innenausbau war noch nicht fertig, aber sie wollten schon mal drei Wochen Segelurlaub machen. Wir sind anschließend noch mal nach Laboe zu dem Cat gefahren, in der Hoffnung, dass die Eigner vielleicht an Bord wären, waren sie aber leider nicht. Christel und Arnold, Bekannte aus unserem Hafen, waren mit. So konnten sie mal eine kleine Vorstellung davon bekommen wie groß unser Cat später mal wird. Am Nachmittag habe ich noch in der Ostsee gebadet, das Wasser hatte 23 Grad. Alles in allem war es ein schöner, total Cat orientierter Urlaub.

 

08.10.2003

 

Es ist schwer zu beschreiben wie weit wir sind. Am besten zeigen es die Foto’s, die ich auf der Bilderseite eingestellt habe. Es sind immer wieder die gleichen Tätigkeiten, die ich oder teilweise wir verrichten. Matte oder Rowing zuschneiden, Harz anrühren, laminieren oder schleifen, aber die Erfolge sind sichtbar.

Anfang September habe ich die Shogun, mit einem Bekannten aus Emden, von Kiel nach hier verholt, da der Liegeplatz nicht mehr sicher war und wir innerhalb kürzester Zeit die dritte Havarie verzeichnen mussten, diesmal so stark, dass wir die Versicherung bemühen müssen. Eigentlich wollten Wilma und ich die Shogun erst Ende September  beziehungsweise Anfang Oktober  überführen, da Wilma sich extra eine Woche Urlaub genommen hat, aber unter den Gegebenheiten war es uns sicherer so schnell wie möglich die Shogun wieder sicher zu wissen, da sie ja auch in einem optimalen Zustand verkauft werden soll. Für den Törn benötigten wir 4 Tage. Montag sind wir in Kiel ausgelaufen und im NOK bis Gieselau gefahren und haben dort die Nacht verbracht. Am Dienstag sind wir bis Brunsbüttel, eigentlich wollten wir bis Cuxhaven aber wir hatten 5-6 Bft aus Nord bis Nordwest, also genau gegen an , so das wir lieber in Brunsbüttel geblieben sind, wo wir dann am Mittwoch nette Bekannte von unserem letzt jährigen Urlaubstörn getroffen haben. Mittags um 14.15 Uhr lösten wir die Leinen und machten uns auf den Weg zur Schleuse, da die Wetterprognosen und Vorhersagen günstig für uns standen und wir in einem Rutsch, also mit Nachttörn nach Emden wollten. Auf der Elbe hatten wir zwar noch 3-4 aus Nord bis Nordwest aber unter Motor liefen wir mit der Tide, so dass wir gegen 20:00 Uhr Scharhörn quer ab hatten. Als uns ein norwegischer Frachter überholte und uns klarmachte, das wir etwas auf die Mütze bekommen würden, fragte ich meinen Bekannten ob wir nach Cuxhaven zurück oder nach Helgoland ablaufen sollten, was dieser verneinte, weil seine Frau ihm sagte das wir moderate Winde bekommen sollten und er sich schon auf den Nachttörn freute. Der Wind wurde immer weniger und gegen Mitternacht hatten wir totale Flaute mit einer sehr schönen Dünung. Wir genossen die Nacht beide, bis ca. 04:15 Uhr. Der Wind frischte auf und die ersten Sturmböen füllten unsere Segel, so dass ich einrefte und schließlich das Groß ganz wegnahm. Als wir dann beständig 8 – 9 Bft aus SWS hatten nahm ich dann auch den Besan weg und ließ die Fock zur Hälfte stehen und wir liefen unter Motor Kurs Borkum, wo wir gegen 16:00 Uhr eintrafen, beziehungsweise quer hatten. Zwischenzeitlich hatten wir auf dem Windmesser  26 bis 29 Metersekunden auf der Skala was 9 – 10 Bft bedeutete. Unser Bekannter litt an der Seekrankheit und opferte Neptun seine zu sich genommenen Speisen und er war froh als wir gegen 19:00 Uhr in der Westerems ruhiges Fahrwasser hatten. Ich bin froh, dass ich mit dieser Krankheit nicht behaftet bin, so dass ich einige Passagen mehr als genießen konnte. Der Surf in die Westerems bei einer 3 – 4 Meterwelle machte mir unbeschreiblichen Spaß und ich musste einmal mehr feststellen, was für ein seegängiges Boot die Shogun ist, so als wenn sie sagen wollte „ und mich willst du verkaufen “.

Diese paar Tage der Überführung taten mir unheimlich gut, mal nicht mit dem Bau beschäftigt zu sein und den Kopf wieder frei zu bekommen.

Doch jetzt bin ich wieder im Trott und das heißt schleifen, schleifen und schleifen und so weiter.

Wie bereits schon erwähnt, seht ihr den Fortschritt am besten auf der Bilderseite.

 

16.02.2004

 

Ihr werdet Euch sicherlich gefragt haben warum wir solange nichts berichtet haben, einige werden auch gedacht haben, dass wir aufgegeben haben, dem ist aber nicht so.

Seit Ende Oktober letzten Jahres ist viel passiert. Erst mal hat mein Brötchengeber mir Aufträge erteilt, wo wir mit einem Zeitaufwand von zwei bis drei Wochen gerechnet haben. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Das Ganze zog sich bis Ende Januar hin, wobei es mich auch noch gesundheitlich vier Wochen, aus dem Verkehr gezogen hat. Meine rechte Schulter plagte mich schon länger, doch kurz vor Weihnachten wurde es ganz arg. Ich dachte wenn ich zwischen den Feiertagen, körperlich wieder aktiv werde, dann gibt sich das, da hatte ich jedoch verkehrt gedacht, das Gegenteil trat ein, es wurde nur noch schlimmer und ich konnte meinen rechten Arm kaum noch bewegen, so dass wir am 2.1.2004 wieder abreisen mussten ohne viel am Cat getan zu haben.

Die ganzen Jahre hat mir nichts gefehlt, aber jetzt wo Frau Ulla Schmidt die Gesundheitsreform auf den Weg gebracht hat und alles wesentlich teurer ist, da muss es mich erwischen. Erst mal 10 Euro beim Arzt, dann sind die Medikamente auch noch enorm nach oben gegangen und zu allem Überfluss, genutzt haben sie nicht, im Gegenteil, sie schlugen auf den Magen, wo noch eine Magendarm Grippe hinzu kam. Ich wollte mich von meinem Arzt schon einschläfern lassen. Doch jetzt da ich Akupunktur bekomme geht es wieder aufwärts.

So nun zum Wesentlichen. Unseren Wohni haben wir über Ebay verkauft und von dem Erlös haben wir uns einen Reflexofen angeschafft, weil ich doch lieber auf der Shogun wohne als im Wohnwagen, wenn ich in Emden bin. Der heizt ganz ordentlich, selbst bei Frost ist es kuschelig warm. Den nehmen wir nachher mit rüber auf den Cat. Zwischen den Feiertagen, haben Wilma und ich ein wenig im Innenbereich laminiert, wobei wir eine E Heizung beansprucht haben, denn die Temperaturen waren zu kalt. Das ist zwar ganz schön teuer, doch hegen wir den Wunsch, dieses Jahr, mit dem Cat, in den Urlaub zu segeln. Denn im November haben wir einen 17 Meter Mast mit 10 Segeln gekauft, so dass uns nun nur noch die Motoren fehlen.

Silvester haben wir in Emden verbracht, wo wir mit unseren Hafenbetreibern, auf Einladung, gefeiert haben. So sind wir mit dem Cat ins neue Jahr gegangen.

Seit 14 Tagen bin ich nun wieder hier in Emden und beschäftige mich mit dem Innenausbau der Kufen, das heißt, in der Steuerbordkufe mit dem Bad und der Werkstatt. Ich dachte das ist mal eben schnell getan, doch die Feinarbeiten, wie schleifen und spachteln  halten ganz schön auf. Nun ist auch noch zu allem Überfluss der Staubsauger aufgeraucht, so das mal wieder 200.-- Euro auf der Rechnung sind die nicht eingeplant waren. Optisch könnt Ihr über den Stand der Dinge auf der Seite Bilder unter dem Monat Februar 2004 nachschauen.

So nun muss ich wieder Schleifen gehen. Bis zum nächsten mal.

 

 

19.10.2004

 

Seit über einem Jahr habe ich schon nichts mehr von mir hören lassen. Ich Denke nun wird es langsam Zeit.

Im Winterhalbjahr hatten wir mehrere Verkaufsanzeigen für die „ Shogun “ in diversen Fachzeitschriften wie „ Yacht oder Segeln “ , aber das Interesse war sehr gering, was in der heutigen Zeit auch verständlich ist. Mit anderen Worten die  „ Shogun “ war über die Fachzeitschriften nicht zu verkaufen. Walter hatte die Idee den Verkauf über „ Ebay “ mal zu versuchen, was zwar auch nicht geklappt hat, aber es haben sich immerhin ein paar ernsthafte Interessenten bei uns gemeldet. Im April haben wir die „ Shogun “ dann an zwei Familien aus Chemnitz verkauft, leider weit unter Preis, aber wir brauchten das Geld für Motoren, Ankerwinde, Winden und etliche andere Teile für unseren Cat. Die Übergabe der „ Shogun “ , auf der wir jetzt den ganzen Winter gewohnt hatten, war für Mitte Mai geplant, bis dahin brauchten wir eine neue Möglichkeit zum Übernachten. Walter hat dann in der Steuerbordkufe schon die Doppelkoje eingesetzt, und dann alles sogar schon richtig wohnlich gestaltet, mit Fächern für unser Zeug und schönen weissen Wänden. Als nächstes hat er die Pantry eingebaut, mit dem schönen Gasherd, den wir über „ Ebay „ günstig ersteigert haben, ganz neu , ein echtes Schnäppchen. In Emden haben wir uns einen kleinen Kühlschrank gekauft, der sowohl mit Strom als auch mit Gas betrieben werden kann. Ein kleiner Raum, in den unsere Toilette später eingesetzt wird, ist auch schon abgeteilt.

 Inzwischen stand die Salonrückwand und mit Hilfe von Richard konnten wir auch das sehr schwere Salondach aufsetzen. Herbert, der Konstrukteur unseren Cat’s hat einen wesentlich kleineren Decksalon geplant, als wir ihn gerne hätten. Walter hat also das Salondach noch etwas vergrößert und einen sehr schönen, geräumigen Decksaufbau geformt. Die Rahmen für die Fenster hat Walter in mühsamer Kleinarbeit angefertigt. Die Sitzecke ist auch schon eingebaut, und einen kleinen Klapptisch haben wir aufgestellt, an dem wir gut Essen können. Der Salon ist genau so wie wir ihn uns gewünscht haben, geräumig und hell und beim Essen kann man raussehen, das werden wir später beim Ankern sicher noch sehr zu schätzen lernen.

  Wir wohnen nun schon seit Anfang Mai auf unserem Cat und fühlen uns auf unserer Baustelle schon richtig wohl. Mein Sohn Boris war mit unserem Enkel Benedikt einmal zur „ Catbesichtigung “ bei uns. Er hat uns überzeugt doch lieber erst im nächsten Jahr mit dem Cat ins Wasser zu gehen und bis dahin ohne Zeitdruck und sorgfältig weiter zu bauen. Nach einigen Diskussionen kamen auch wir zu der Erkenntnis, dass es besser für unsere Nerven wäre den Rat von meinem Sohn zu befolgen.

 Walter hat in beiden Kufen jeweils drei praktische Heckstufen eingebaut ( natürlich auch selbst modelliert ) die ihm sehr gut gelungen sind. Einen Geräteträger und Luken, für den Zugang zum Maschinenraum, hat er ebenfalls mit viel Geschick angefertigt. Wenn er nicht immer wieder neue Ideen hätte, wie diese Teile selber anzufertigen sind, würde der Catbau sich endlos verzögern, denn fertige Luken in dieser Übergröße oder der Geräteträger wären für uns nur sehr schwer finanzierbar.

 

08.02.2005

 

Ich denke nach einem Jahr ohne Bericht, wird es mal Zeit etwas von mir Hören zu lassen.

Rückblickend muss ich mich fragen, „ ist wirklich schon ein Jahr vorüber ? “ Beruflich wie auch im Catbau ist die Zeit nur so verflogen.

In der zwischen zeit hat sich am Cat so einiges verändert, wie Ihr ja aus den Bildern ersehen könnt denn ich denke Bilder sagen mehr als Tausend Worte und mit den Bildern habe ich nicht gegeizt. Nur im Augenblick ist so ein Bildvolumen auf der Site dass das Laden recht lange dauert und ich ernsthaft überlegen muss einige Bilder runter zu nehmen. Wenn jemand ernsthaft Interesse an dem gesamten Fotomaterial hat wäre ich gerne bereit gegen einen Unkosten Beitrag eine komplette Dvd zu senden.

So nun zum Cat, wie Ihr aus dem bericht von Wilma ja schon  ersehen könnt bin ich beim Bau auch ein wenig gewachsen und habe jede menge dazu gelernt und es macht immer noch Spaß, auch wenn ich mich manchmal mit Reiseberichten von anderen Katamaranen Motivieren muss, um auch mal auf andere Gedanken zu kommen, beziehungsweise ins Träumen verfalle, denn meine Reiseziele werden noch eine weile auf mich warten müssen, auch wenn wir dieses Jahr ins Wasser gehen, so sind bis zur Vervollständigung jede menge Arbeit zu erledigen, wie zum Beispiel Schleifen, ich habe die vielen hundert Schleifstunden nicht gezählt und möchte auch nicht wissen wie viel hundert noch vor mir liegen. Bis auf einpaar Stunden wo ich ein Hilfe hatte und Wilma, an diversen Wochenenden habe ich bis jetzt alles alleine gemacht, wobei ich mich besonders über die Holzarbeiten freue, die mir , glaube ich ganz gut gelungen sind, freue. Das schöne beim Neubau sind das man alle seine persönlichen Vorstellungen umsetzen kann was man bei einem gebrauchten oder einem Boot von der Stange nicht kann oder doch wieder ins Werkeln kommt.

Zur Zeit habe ich noch die Bb Kufe offen und die Schächte sind auch noch nicht fertig, aber die Außentemperaturen lassen es nicht zu das ich draußen laminiere. Da mein linker Arm mir etwas Probleme bereitet habe ich mir für ein paar Tage eine Hilfskraft geholt, mit der ich mehr als zufrieden bin.

So Wilma hat auch noch etwas geschrieben, so das ich erstmal wieder an meinen Puzzlekram gehe. Ein paar neue Bilder werde ich, demnächst auch wieder reinstellen.

 

23.03.2005

 

Am 10.12.04 bin ich mal wieder nach Emden gefahren, weil Richard, Sandra, Klaus und Helga am 11.12. mit uns Essen gehen wollten, als kleines Dankeschön für das Bootetransportieren, womit Walter allen spontan sehr geholfen hatte. Außerdem war ich natürlich auch neugierig was sich auf unserer Baustelle neues getan hatte. Walter hat mich immer gebeten keine allzu großen Erwartungen mitzubringen, er habe zwar gearbeitet, aber zu sehen sei davon nicht viel. Als Walter mir dann die Tür zum Salon öffnete stockte mir der Atem. Er hatte einen Teil der „Fensterbänke“ mit Holzplatten verkleidet, was wirklich edel aussieht, aber das war nur ein kleiner Teil seiner Arbeit, denn er hatte die eine Hälfte der Salonrückwand getäfelt und zusätzlich ein wunderschönes Sideboard getischlert, ein wahres Schmuckstück, das ich mich frage, wie jemand der keine Tischlerlehre gemacht hat so etwas tolles zustande bringen kann. Walter hatte in den Wochen vorher eine Menge Werkzeug wie Oberfräse, Bandschleifer und Winkelsäge gekauft, jetzt war mir natürlich klar wofür und ich war gleich wieder versöhnt, denn die Investitionen haben sich wirklich gelohnt. Mittlerweile hat Walter auch schon das Fenster vom Salon zum Cockpit eingesetzt, wir haben jetzt fast einen Rundumblick von unserer Sitzecke aus. Den Wassertank für die Backbordkufe hat Walter auch schon eingebaut, wobei er fast unzumutbare Verrenkungen seiner Knochen machen musste, um die vielen kleinen Ecken und Kanten bearbeiten zu können. Mittlerweile ist auch das zweite Sideboard im Salon fertig und sieht genauso toll aus wie das Erste. Die Polster haben wir auch schon zeitweise liegen und fühlen uns pudelwohl wenn wir unseren Feierabend genießen. Am Wochenende haben wir die Gästekabine laminiert und Walter hat die Schränke auch schon eingebaut. Unser Trockenschrank steht auch schon, und eine Bank in die später unsere Gefriertruhe eingebaut werden soll ist auch schon in Arbeit. Es ist mittlerweile Mitte März und es wird Zeit, dass wir zweistellige Plusgrade bekommen, damit wir unseren Cat von außen so weit fertig kriegen, dass er im Mai ins Wasser kann. Wir sind supergespannt wie er im Wasser liegt.

Dummerweise hat Walter ausgerechnet in dieser Phase des Bauens Probleme mit seinem linken Arm bekommen. Der Neurologe, den er aufgesucht hatte, wollte ihn für 5 Wochen krank schreiben, völlig indiskutabel für Walter.

Nächste Woche, ab dem 21.03. habe ich eine Woche Urlaub, ab da soll es laut Wetterbericht wärmer werden, mal sehen was wir schaffen, denn Walter darf seinen Arm nicht überanstrengen. In den letzten Wochen hat sich bei ihm eine starke Allergie gegen Epoxidharz aufgebaut, die seine Augen nach wenigen Stunden stark anschwellen lässt, und zusätzlich starken Juckreiz der Augenlider auslöst. Leider wird diese Reaktion von Mal zu Mal heftiger. Wir haben gemeinsam einen der beiden Motorenschächte laminiert, und die Fenster im Salon eingesetzt. Geplant war dafür 1 Arbeitstag, aber dann wurden 2 daraus, weil Walter noch ein paar Korrekturen zu machen hatte bis die Scheiben richtig in die Einfassungen passten. Wir haben jetzt aus dem Salon fast eine Rundumblick, genau wie wir es uns vorgestellt hatten. Walter hat beide Rümpfe jetzt unter Lack, der Wasserpass muss noch gemacht werden, ( 4x14 Meter) pro Rumpf, jeweils einer auf der Innen- und Außenseite, wobei das Abkleben und Schleifen mehr Zeit kostet als das Malen selbst. Mittlerweile sind die Wasserpässe fertig. Über Pfingsten hat Walter die Borddurchbrüche gesetzt und wir haben gemeinsam mit „ Fako – Binde “ abgedichtet. Dasselbe Dichtungsmaterial werden wir auch für die Fenster verwenden, die wir demnächst noch einsetzen müssen. Es sind 10 Stück, an jeder Außenborwand 5, die auch Optisch etwas hermachen. Bevor die „ Duo “ ins Wasser kommt muss Walter noch die die Klampen anbringen und das Delphinstag setzen. Mit der weiteren Verschönerung unseres Cat’s können wir uns dann mehr Zeit lassen, denn sie ist ohne Auswirkung auf das Schwimmverhalten.

 

Der 27.05. und der 28.05.2005 waren wohl die bisher aufregendsten Tage , seit Beginn unseres Catbauens. Freitag Vormittag hat Walter noch schnell die Glasplatte auf dem Wassertank in der Backbordkufe eingesetzt. Es war natürlich mal wieder wesentlich aufwendiger als gedacht. Walter musste die Glasplatte mit mehr als 50 Bohrlöcher versehen um die Schrauben eindrehen zu können. Anschließend hat er noch die Seitenfenster gesichert, damit beim Transport nichts beschädigt werden konnte. Am frühen Nachmittag hat Richard einen Stützpfeiler entfernt, damit der Cat durchpasst und Walter und ich haben alle Gegenstände weggeräumt die vermutlich im Wege gewesen wären. Um 16:oo Uhr hat walter dann den Trailer geholt, den Klaus uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Wie auf Bestellung kamen Klaus, Holger und Richard um zu helfen, als wenn es das Selbstverständlichste von der Welt wäre, und sogar Richard’s Besuch, sein Vater und sein Bruder, haben mit Rat und Tat geholfen. Walter hat den Trailer mit Hilfe des „ Bulli’s“ unter unseren Cat geschoben, dann wurden die Auflageflächen mit Decken gepolstert, um Kratzer zu vermeiden. Spannend wurde es dann wieder als der Trailer hochgekurbelt wurde und unser Cat nur auf den 4 Auflagepunkten noch Kontakt mit dem Boden hatte, ansonsten aber schon frei in der Luft hing. Zum Glück knackte es nirgends, sondern es machte alles einen stabilen Eindruck. Jetzt fing Walter langsam an den Trailer mit dem „ Bulli “ vorzuziehen und in den richtigen Winkel zum Tor zu bringen, aber nach ein paar Metern war der „ Bulli “ nur noch im Weg und der Trailer musste von Hand bewegt werden, wobei alle mit anfassten. Immer wieder musste der Winkel durch Vor- und Rücksetzen des Trailers verändert werden um den Cat zwischen Pfeiler und Hallenwand hindurch zu kriegen. Es war Millimeterarbeit und den Männern lief der Schweiß nur so runter. Ca. um 19:oo Uhr kam Georg auch noch zum helfen hinzu, und er wurde auch gebraucht. Endlich um 20:oo Uhr stand unser Cat zum ersten Mal unter freiem Himmel. Wir stießen mir unseren Helfern an und stellten fest, sie waren ebenso erleichtert wie wir, dass diese äußerst schwere Geburt doch noch so gut verlaufen war.

Für den nächsten Tag war nun der Krantermin angesetzt. Wider Erwarten haben wir in der Nacht gut geschlafen. Der Kran kam pünktlich kurz vor 10:oo Uhr auf den Platz gefahren. Den  Kranführer kannte Klaus als umsichtig und ruhig, was er dann auch tatsächlich war. Er schaute sich erst die Gegebenheiten an und brachte den Kran dann in die günstigste machbare Position. Beim Ausrichten der Kranfüsse halfen Walter, Klaus und Georg ihm tatkräftig. Erst jetzt stellte sich heraus, das die richtigen Gurte zum Kranen unseres Cat fehlten, aber da konnte Georg uns mit seinen Gurten aushelfen, die er uns sofort zur Verfügung stellte. Dann ging alles sehr zügig, die Gurte wurden angelegt und vom Kranhaken angepickt. Als der Cat dann in den Gurten hing, wurde mir doch etwas flau im Magen, und als er dann über das Hallendach gehoben wurde erst recht, aber es war trotz allem ein beeindruckender Anblick unseren Cat da oben schweben zu sehen. Er wurde dann noch einmal vor der vorderen Halle abgestellt, weil der Kran eine neue Position einnehmen musste um den Cat ins Wasser setzen zu können. Walter, Klaus und Georg haben dann die Gurte erneut eingepickt, bevor die „Duo“  in ihr Element gesetzt wurde. Nachdem sie schwamm ist Walter sofort an Bord gegangen und hat nachgesehen ob nirgends Wasser eindringt und nachdem er mit erhobenen Daumen wieder an Deck auftauchte konnte ich mich richtig an dem herrlichen Anblick unserer „Duo“ freuen. Peter hat Walter dann mit der „ Kirke “ an unseren jetzigen Liegeplatz gezogen. Um 13:oo Uhr lagen wir sicher am Steg wo sie weiter ausgerüstet und fertiggestellt wird.

 

Soweit Wilma zu den geschehen des letzten Jahres.

 

Wir wollte Euch eigentlich ständig über das Geschehen berichten, doch im letzten Jahr waren es nur langwierige, Zeitraubende, langweilige Arbeite zu bewältigen. Ich habe nicht mehr Buch geführt wie viele Stunden und Kilometer ich geschliffen habe, ich hatte bis zum Stapellauf das Gefühl der Cat besteht nur aus s

Schleifen und Schleifstaub wobei es mit dem Schleifen noch nicht zu ende ist, denn der Innenausbau steht ja auch noch an.

Jetzt 5 Wochen nach der Wasserung haben wir den Seezaun, die Winden, Genuaschienen, Kompass und andere Utensilien Installiert und hoffen ende Juli  mit unserer „Duo“ in den Urlaub Segeln zu können, was aber noch in frage gestellt ist, da ich durch eine Unvorsichtigkeit mich am Rücken verletzt habe und noch einig Arbeiten zu bewältigen sind, wie die Hydraulik und  die Motoren  einbauen. Eigentlich sollte der Mast schon vor 14 Tagen geliefert werden, nun kommt er erst nächste Woche, den muss ich auch noch selbst Riggen, da die Firma die es machen sollte Dicht gemacht hat. Da ich im Moment zur Untätigkeit verdammt  bin und nach wie vor noch immer alles alleine mache, sehe ich schwarz, ob ich unsere Pläne verwirklichen kann.

So nun stelle ich noch ein paar Fotos rein und hoffe, das ich nicht wieder 1 Jahr brauche, die nächsten Berichte zu schreiben.

 

Wilma oder ich werden versuchen Euch regelmäßig über den Stand der Dinge zu unterrichten, mit Text und Fotos.